Wer sich eine Kreditkarte wünscht, kommt um die Schufa nicht herum. Beim Antrag findet eine Bonitätsprüfung statt. So sichern sich die Banken gegen eigene Verluste ab. Schließlich handelt es sich beim Verfügungsrahmen um einen kurzfristigen Kredit. In der Regel muss er spätestens nach 30 Tagen zurückbezahlt werden. Manchmal ist auch eine Rückzahlung über mehrere Monate möglich. Für Verbraucher ist das sehr praktisch.

Leider klappt es nicht immer mit dem Kartenantrag. Manchmal wird die Anfrage wegen einer schlechten Bonität abgelehnt. Wo gibt es eine echte Kreditkarte ohne Schufa?

Negative Einträge bei der Schufa

Mit einer positiven Schufa wird eine echte Kreditkarte problemlos ausgestellt. Du erhältst einen Kreditrahmen, den du komplett ausreizen kannst. Die Höhe ist vom Einkommen abhängig. Wenn du alle Rechnungen fleißig bezahlst, kannst du auch um eine Erhöhung des Verfügungsrahmens bitten.

Vielen Personen bleibt eine echte Kreditkarte verwehrt. Der Hauptgrund ist eine negative Schufa. Praktisch jede deutsche Bank führt eine Prüfung der Bonität durch. Damit geht sie ihrer gesetzlichen Pflicht als Kreditinstitut nach. Schließlich soll sich der Verbraucher den Kreditrahmen leisten können. Zudem gilt das Gehalt als wichtiges Kriterium. Je höher das Einkommen, desto höher der mögliche Verfügungsrahmen.

Solltest du mehrere Negativeinträge haben, ist eine echte Kreditkarte praktisch ausgeschlossen. Es handelt sich nur um einige kleinere Rechnungen? Dann bezahle diese und lasse die Schufa-Einträge vorzeitig löschen. Das ist bei Summen von bis zu 2.000 Euro möglich. Ausgenommen sind titulierte Forderungen wie eine Zwangsvollstreckung. Sonstige Kredite von über 2.000 Euro werden 3 Jahre nach der letzten Rate gelöscht.

Tipp: Einmal pro Jahr darf jeder Bürger eine kostenlose Schufa-Auskunft einholen. So kannst du prüfen, welche Einträge bei der Schufa vorhanden sind. Manchmal sind die Daten fehlerhaft. In diesem Fall solltest du eine Korrektur beantragen.

Wie gehe ich am besten vor?

Bisher gab es nur Ablehnungen? Zuerst solltest du deine Einträge prüfen. Eventuell führt die Schufa einige Schulden, die schon längst veraltet sind. Bei schweren Vergehen wie einer Pfändung ist eine echte Kreditkarte quasi ausgeschlossen. Sollte es sich nur um zwei oder drei geringfügige Punkte handeln, sieht die Lage schon anders aus.

Einige Kartenanbieter achten nicht so streng auf die Schufa. Bei weniger dramatischen Vergehen drücken sie beide Augen zu. Das kann z. Bsp. eine vergessene Handyrechnung sein. Kurz vor dem 2-wöchigen Urlaub passiert es leicht, dass man eine Überweisung aus den Augen verliert. Das wissen auch die Banken und verzichten auf eine strenge Auslegung der Schufa. Leider gilt das nur für sehr wenige Kreditinstitute. Die meisten lehnen bei einer leicht negativen Schufa den Kreditantrag ab.

Solche Kreditkarten sind in ihrem Kreditlimit begrenzt. Da die Banken ein gewisses Risiko eingehen, gewähren sie maximal 5.000 Euro. Es sind jedoch eher 2.500 Euro oder weniger üblich. Manchmal gibt es anfangs ein Limit von 1.000 Euro, das sich im Laufe der Monate bei positiven Erfahrungen mit dem Kunden steigert.

Prepaid-Kreditkarte als sinnvolle Lösung

In den meisten Fällen wird es mit einer schufafreien Kreditkarte nicht klappen. Nur bei leicht negativer Schufa bestehen geringe Chancen auf eine Bewilligung.

Hier bietet sich die Prepaid-Kreditkarte als Ausweg an. Die Karte basiert auf dem Prepaid-Modell: Du zahlst einen beliebigen Betrag ein, den du verbrauchen kannst. Möchtest du z. Bsp. einen Flug von 390 Euro begleichen, sollte sich diese Summe auf der Karte befinden. Liegt das Guthaben bei 389 Euro, wird die Zahlung verweigert. Vielleicht erinnert dich dieses Prinzip an den Prepaid-Handyvertrag. Du darfst so lange telefonieren, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Dann musst du eine neue Einzahlung tätigen. Diesem Prinzip folgt auch die Prepaid-Kreditkarte.

Beim Kartenantrag wird auf eine Schufa-Prüfung verzichtet. Die Bank geht keinerlei Risiko ein, da es kein Kreditlimit gibt. Es zählt nur das vorhandene Guthaben.

Lohnt sich eine Partnerkarte?

Eine dritte Person kann die Kreditkarte beantragen. Hier kommt der Ehepartner oder ein Verwandter infrage. Sobald die Karte bewilligt ist, stellt dir die Vertrauensperson eine Partnerkarte aus. Im Normalfall muss sie die Haftung für dich übernehmen. Schließlich hast du eine negative Schufa und scheidest als primärer Karteninhaber aus.

Diese Option ist möglich, aber eher weniger zu empfehlen. Sollte der Besitzer der Partnerkarte zu viel Geld ausgeben, kann das die Beziehung belasten. Eine Prepaid-Kreditkarte ist in vielen Fällen die bessere Wahl. Der Hauptkarteninhaber sollte das Limit der Partnerkarte begrenzen. Dann könnte dieses Modell dennoch klappen.

Fazit: Ein Kreditrahmen ist meist ausgeschlossen

Wer sich eine echte Kreditkarte wünscht, wird es mit negativer Schufa schwer haben. Nur bei kleineren Vergehen ist eine Bewilligung möglich. Eine Prepaid-Kreditkarte bietet sich als Alternative an. Da auf eine Schufa-Prüfung verzichtet wird, erhältst du diese Karte fast garantiert ausgestellt.

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